
Februar 2026 | Ende von Volo und Studium
27. Februar 2026Volotag zum Thema: Geheime Codes der extremen Rechten auf Social Media
Ein Flugzeug, eine Kiwi oder ein süßes Schaf – alles Emojis, die ziemlich harmlos wirken. In bestimmten Kontexten haben die Bildzeichen aber alles andere als eine harmlose Bedeutung.
Hi, ich bin’s, Theresa, und wie in den vergangenen Monaten hat es auch im Februar wieder einen Volotag gegeben. Diesmal gab uns Redakteur Maximilian Hohlheimer aus dem Team Justiz und Kriminalität einen spannenden Einblick in geheime Codes, wie sie Personen mit rechtsextremer Gesinnung auf Social Media verwenden.
Bevor wir uns aber näher mit den Codes beschäftigen konnten, galt es erst einmal zu klären, was Rechtsextremismus überhaupt bedeutet. Im Alltag werden die Begriffe Extremismus und Radikalismus manchmal fälschlicherweise als Synonyme verwendet. Im wissenschaftlichen Diskurs existiert jedoch eine Abgrenzung der beiden Begriffe. Dabei geht es beim Extremismus darum, die Grundwerte der freiheitlichen Demokratie zu beseitigen – also speziell um ein politisches System. Beim Radikalismus wird generell eine geltende Ordnung infrage gestellt. So gesehen kann man zum Beispiel sagen, dass Jesus in seinen Forderungen radikal war. Rechtsextremismus wiederum ist ein Sammelbegriff für Einstellungen oder Handlungen, die sich gegen die Gleichheit bzw. Gleichwertigkeit aller Menschen richten.
Nach dem Theorie-Teil haben wir uns Buchstaben- und Zahlencodes angesehen, die in der rechtsextremen Szene Verwendung finden, und waren alle ziemlich perplex, hinter welchen unscheinbaren Emojis sich rechtsextreme Botschaften verbergen können. Und die Betonung liegt hier auf „können“, wie Max uns während des Vortrags immer wieder ins Gedächtnis gerufen hat. Es kommt, wie bei fast allen Dingen, immer auf den Kontext an.
Nach einer entspannten Pause haben wir uns einige Social-Media-Profile von Personen angesehen, auf die Max während seiner Recherchearbeit in der rechtsextremen Szene gestoßen ist – und die bei uns eine ganze Bandbreite an Reaktionen ausgelöst haben: von Erstaunen über Fassungslosigkeit bis hin zu vereinzeltem Lachen, das in solchen Momenten manchmal einfach ein Ventil ist. Abschließend haben wir uns noch gemeinsam ausgetauscht, welche dieser versteckten Botschaften strafrechtlich relevant sind und wie wir in unserem journalistischen Alltag damit umgehen können.



