
November 2025 | Abgabe meiner Bachelorarbeit
28. November 2025Was bedeutet eigentlich Menschenwürde?
Hallo ihr, hier ist Steph. 🙂
Menschenwürde… ein großes Wort. Eines, das leicht abstrakt klingt, etwas, das nur in Grundsatzpapieren oder politischen Reden existiert. Doch an unserem Volotag, geleitet von Sandra Löw, wurde schnell klar: Menschenwürde zeigt sich eben nicht nur in Paragrafen. Sondern im Miteinander. Und vor allem zeigt sie sich darin, wie wir trotz Unterschiede, einander begegnen.
Wir als Volontärinnen und Volontäre haben uns darüber ausgetauscht, was Menschenwürde für uns bedeutet, im Journalismus, in der Redaktion, in der täglichen Arbeit, aber auch in den Beziehungen zueinander. Und obwohl wir als Gruppe sehr unterschiedlich sind, angefangen vom Kleidungsstil bis zu manch fraglichen Musikgeschmäckern, stellt sich heraus, dass wir Menschenwürde sehr ähnlich definieren und erfahren.
Nachdem wir in zwei Teams herausgearbeitet haben, wie wir für uns Menschenwürde definieren und auch wie wir es in unseren beruflichen Alltag integrieren können, kristallisiert sich heraus: Menschenwürde fühlt sich für uns dann am ehrlichsten an, wenn wir mit unseren eigenen Bedürfnissen ernst genommen werden. Wenn wir nicht erst erfolgreich oder leistungsstark sein müssen, um als wertvoll zu gelten. Wenn wir mit unseren Gedanken, unseren Sorgen, unseren Werten Platz haben dürfen, ohne dass uns von außen vorgegeben wird, was als wert- oder würdevoll definiert wird. Würde bedeutet für uns auch, dass nichts widerwillig geschieht, sondern aus eigenem Willen heraus und echter Kommunikation.
Dabei wurde uns auch bewusst: Menschen bringen unterschiedliche Lebenssituationen mit und diese brauchen eben auch unterschiedliche Formen von Rücksicht. Eine schwangere Kollegin hat andere Belastungen als jemand, der mit einer psychischen Erkrankung kämpft. Ein Berufsanfänger fühlt sich anders gesehen als jemand, der seit Jahren Erfahrung mitbringt. Menschenwürde bedeutet deshalb für uns auch, sensibel dafür zu sein, was jemand gerade braucht, und nicht automatisch davon auszugehen, dass für alle dieselben Maßstäbe gelten.
Wichtig ist uns auch, dass diese Haltung nicht nur in unserer Arbeit nach außen sichtbar wird, sondern auch intern gelebt wird. Würde macht keinen Unterschied zwischen Ausbildungsstand, Herkunft, Titel oder Erfahrung. Wenn wir ernst nehmen, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist, heißt das: Niemand steht über jemand anderem. Und niemand wird kleiner gemacht, nur weil er weniger laut, weniger erfahren, weniger sichtbar oder Schlagerfan ist.
Bis bald. Wir hören voneinander!



